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27.02.09 | Test Rechtsschutzversicherungen
Streitigkeiten mit dem Nachbarn, eine ungerechtfertigte Kündigung oder Ärger nach einem Verkehrsunfall. Nur drei Beispiele von Konflikten, die häufig vor Gericht landen. Jeder zweite deutsche Haushalt besitzt eine Rechtsschutzversicherung. Besonders beliebt: Die Kombination aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz. Doch welcher Anbieter bietet die günstigsten Prämien? Welches Produkt überzeugt bei den Versicherungsbedingungen und Leistungen?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität untersuchte jetzt insgesamt 22 Versicherungen, Direktversicherer und Rechtsschutz-Spezialanbieter, die Kombinationsprodukte aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz anbieten. Gegenstand der Analyse waren die Jahresversicherungsprämien der Kombinationsprodukte ohne Selbstbeteiligung und mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro sowie bedeutende Parameter der Versicherungsausstattung/Leistung.

WGV wurde Gesamtsieger des Tests vor DMB und Allrecht. Die Schwaben boten die insgesamt günstigsten Tarife. Rechtsschutz Union bot die beste Leistung/Versicherungsausstattung.

Die größten Unterschiede im Test konnten im Rahmen der Analyse der Versicherungsprämien festgestellt werden. "Wir waren überrascht, dass teilweise Beitragsunterschiede von über 100 Prozent bestanden", betont Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. "Es lohnt sich auf jeden Fall, vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung einen detaillierten Preisvergleich durchzuführen." Bis zu 180 Euro Sparpotenzial deckten die Marktforscher auf. Den günstigsten Schutz für eine Familie gab es für 142,40 Euro im Jahr mit Selbstbeteiligung und für 208 Euro ohne Selbstbeteiligung.

Auch die Leistung variierte teilweise erheblich. So lagen die maximalen Deckungssummen im Inland zwischen 200.000 und 1.000.000 Euro oder waren unbegrenzt, im Ausland lagen sie sogar nur zwischen 25.000 und 200.000 Euro. Lediglich zwei Unternehmen boten weltweit eine unbegrenzte Versicherungssumme an. Entscheidend ist häufig auch die Länge der Wartezeit, bis der Rechtsschutz wirksam wird. Vor allem beim Arbeitsrechtsschutz müssen oft längere Wartezeiten von bis zu 6 Monaten in Kauf genommen werden. Nur zwei Anbieter boten die kürzeste Wartezeit von 2 Monaten. Nur vier Unternehmen inkludierten Arbeitsrechtsschutz auch im Rahmen von abgeschlossenen Aufhebungsverträgen, d.h. bei fehlendem Rechtsverstoß.

"Insgesamt fällt auf, dass bei Anbietern mit günstigen Tarifen teilweise deutliche Abstriche bei der Versicherungsausstattung gemacht werden müssen. Gesellschaften mit umfassender Leistung bieten dagegen in der Regel wesentlich weniger attraktive Versicherungsprämien", kommentiert Bianca Möller.



Quelle : http://www.disq.de


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